Drama mit Happy End

 

Der Queen Elizabeth Park, eine halbe Stunde Busfahrt von Downtown entfernt, ist nicht nur die höchste Erhebung im Stadtgebiet Vancouvers, sondern auch ein traumhafter Park und Garten. Man sagt, jede Baumspezies, die auf Kanadas Boden wächst, ist hier vertreten.

Auf der Spitze befindet sich unter einer Kuppel (mit Henry-Moore-Plastik davor) eine tropisch-feuchte Atmosphähre mit ebensolcher Vegetation und einer großen Zahl von Vögeln, vor allem aus Asien und Afrika. Beim Eingang wird man gebeten, darauf zu achten, dass man auf den Wegen nicht auf kleine Vögel tritt. Die sind an Menschen gewöhnt und flüchten nicht mehr. Der Hinweis ist kein Witz, überall latschen einem kleine Vögel um die Füße herum. Sehr hübsche Expemplare schwirren umher, und selbst eine laute Kinderschar kann sie nicht vertreiben.

 

Wo bleibt das Drama? Ihr wollt doch nichts von possierlichen Vögeln wissen.

Als ich die Kuppel wieder verlasse (keine doppelte Schleuse vorhanden) bemerke ich nicht, dass ein kleiner grüner Vogel auf meinem Rucksack sitzt und so in die kalte Freiheit entwischt. Bei ca. 13 Grad heute kein Spaß für einen tropischen Winzling. Aber weg war er. Zwei Mitarbeiterinnen stürzen hinterher, ich war sehr unglücklich, aber den blinden Passagier habe ich nicht bemerkt. Mit lauten Namensrufen haben die beiden Frauen es nach rund einer halben Stunde geschafft und Emerald, so hieß der Piepmatz, wieder eingefangen. Aber vielleicht war ihm der Auflug auch nur zu kalt. Ich hätte nicht ruhig geschlafen, wenn Emerald verschwunden geblieben wäre.

Zur Beruhigung ist mir im Park dann noch ein frei lebender Bewohner begegnet. Und einen Streifenkauz habe ich auch noch nicht gesehen

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