Eiskalt

Uracher Wasserfall

Es ist kurz vor 11 Uhr, im Maisental bei Bad Urach scheint die Wintersonne, es ist ungefähr minus 10 Grad und ein scharfer Wind treibt die gefühlte Temperatur im Gesicht auf unaussprechliche Werte. Der Wind kommt natürlich von vorne. Ich bin hier völlig freiwillig. Laut Wetterbericht wird es der sonnigste Tag in dieser Woche und das nach der kältesten Nacht des Winters. Ja, ich bin hier freiwillig. Und ich bin nicht alleine, mit mir stolpern zwei, drei Dutzend Neugierige über den vereisten Wanderweg in Richtung des höchsten Wasserfalls der Schwäbischen Alp.

Uracher Wasserfall, Traufkante

Das Wasser des Brühlbachs stürzt über die Traufkante und fällt 37 Meter in die Tiefe. Bei diesen Temperaturen gefriert ein großer Teil des Wassers, in riesigen Eiskaskaden erstarrt der Bach und bietet Besuchern und vielen Fotografen ein atemberaubendes Bild.

Uracher Wasserfall

Die Profis am Berg haben Spikes unter die Schuhe geschnallt und können sich weiter nach oben wagen, als mir Flachlandtiroler gestattet ist. Meine sehr ordentlichen Wanderschuhe erlauben diese Klettertour nicht. 

Uracher Wasserfall

Der Rückweg ist etwas entspannter, der kalte Wind kommt von hinten und ist deutlich besser zu ertragen. Das erlaubt den Blick auf weitere Schönheiten am Wegesrand.

Ruine Hohenurach

Der Brühlbach plätschert munter zu Tal, an seinen Rändern bilden sich phantastische Eisgebilde.

Brühlbach, Bad Urach

 

Bilanz nach drei Stunden: zweimal unsanft auf dem Allerwertesten gelandet, Kamera ist sehr stabil und übersteht auch Misshandlungen, die Gaststätte am Ausflugsparkplatz hat geschlossen.

Brühlbach, Bad Urach

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