Gettysburg

Das war ein Schlachtfeld, bzw. ein Ausschnitt, vor über 150 Jahren, Anfang Juli 1863. Und das was quer durch das Bild geht, sind Holzbarrikaden, die das Vorrücken der Infanterie verhindern sollte. Auf mehreren Quadratkilometern nahe der kleinen Stadt Gettysburg standen sich 160.000 Soldaten der konföderierten Südstaaten den Truppen der Union gegenüber. Es sollte die größte Schlacht auf dem nordamerikanischen Kontinent bis zum heutigen Tag werden. Am Ende, nach drei Tagen, waren fast 45.000 Soldaten tot, verwundet, vermisst oder gefangen. „Gettysburg“ weiterlesen

Mit dem Scooter bei den Amish

Nur eine Autostunde von Philadelphia entfernt liegt das Lancaster County, Heimat von rund 37.000 Amish People. Bis heute leben sie ihren traditionellen Lebensstil, wie seit 250 Jahren, als ihre Vorfahren aus der Schweiz, aus der Pfalz und dem Rheinland aus Glaubensgründen auswanderten. Während ich am Abend an diesem Text schreibe, höre ich von der Straße das Hufgetrappel der „Buggies“, der einspännigen Pferdekutschen, die sich hier normal im Verkehr zwischen den Autos und den riesigen Trucks bewegen.

Ich halte hier mal keine Vorlesung über die Amischen und dass sie bis heute noch einen altertümlichen deutschen Dialekt sprechen. Aber es ist absolut verblüffend, das Nebeneinander von Tradition und Moderne zu erleben.

Von dem beschaulichen Städtchen Strasburg aus organisiert die gleichnamige Firma Ausflüge mit Motorrollern. Eine kleine Einweisung zu Beginn „Mit dem Scooter bei den Amish“ weiterlesen

Geschichte ohne Bild, aber mit Happy End

Eins darf ich hier nicht auslassen. Aus naheliegenden Gründen existiert davon kein Foto. Die Einreise in die USA ist ja immer spannend, sind es lange Schlangen, die einen erwarten, wie ist die Stimmung des Herrn von Customs and Border Protection? Hoffentlich ist alles o.k., macht er die Schranke für Dich auf?

Also, es gab keine Schlange, ungewöhnlich genug. Der Herr von CBP war korrekt, fast freundlich. Und freundlich übergab er meinem Pass einem weiteren Officer und erklärte etwas von „secondary inspection“. Und schon sass ich abseits in einem Warteraum mit etlichen anderen Ausländern und überlegte, was ich in den letzten 30 Jahren bei Besuchen der USA eventuell für Sünden begangen haben könnte. Vorne thronten erhöht drei Officers und überblickten nicht unfreundlich die Schar derjenigen, für die die Schranke nicht sofort aufgegangen war. Einzeln wurden die Menschen nach vorne gerufen, Wortfetzen waren zu hören, „have you ever been arrested“… nein, definitiv nicht, weder daheim noch in den USA. Nach 20 Minuten hörte ich ein „Thomas“, mit der Aussprache meines Nachnamens kämpfen nicht nur Amerikaner. Ohne weitere Nachfrage erhielt ich meinem Pass mit schönem Stempel. Wegen trockener Finger waren meine Abdrücke nicht gut zu identifizieren gewesen. Uff. Positiv an der Wartezeit: ich musste nicht im Stehen am Band auf mein Gepäck warten. Das kam dann nach wenigen Minuten auf dem Band herangefahren.

City of Brotherly Love

City of Brotherly Love

Die Stadt der brüderlichen Liebe, Ausgangs- und Zielort meiner Rundreise, empfängt mich mit den strahlenden Augen der überaus freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterin der Regionalbahn SEPTA. Sie steht auf dem Bahnsteig am internationalen Flughafen von Philadelphia und unterstützt den ganzen Tag orientierungslose Reisende auf ihrem Weg nach Downtown. Ganz einfach, alle 30 Minuten ein Zug, $ 6,75, nein, andersherum die Kreditkarte in den Automaten, „Have a nice day“.

Die Stadt ist übersichtlich und das was wir „Innenstadt“ nennen würden, ist relativ kompakt. Erkennbar an den Hochhäusern. In meinem Hotel habe ich mich im 33. Stockwerk in einen leeren Konferenzraum geschlichen um den Stadtkern von oben zu sehen. Das riesige Rathaus im Vordergrund mit der gigantischen Statue von William Penn, dem ersten Gouverneur und Namensgeber des umgebenden Bundesstaates Pennsylvania. Philly ist größte Stadt, aber nicht Hauptstadt. Das ist Harrisburg. Genau, die Älteren unter uns erinnern sich an den dramatischen Unfall im Atomkraftwerk Three-Mile-Island 1979. Partielle Kernschmelze… aber ich schweife ab.

„City of Brotherly Love“ weiterlesen

Meine erste Ausstellung

„Downtown“, Atlanta, Georgia

Es ist nie zu spät. Auch nicht für eine Ausstellung mit eigenen Werken. Als junges Talent würde ich mich jetzt nicht unbedingt bezeichnen, aber ich durfte, noch relativ frisch im Ruhestand, meine erste Fotoausstellung präsentieren. Mein Dank gilt der Anwaltskanzlei Theumer, Wieland, Weisenburger in Stuttgart, die bereits seit Anfang der 90-er Jahre regelmäßig in den Räumen der Kanzlei Künstlern die Gelegenheit gibt, ihre Kunst zu präsentieren. Ich war dort schon oft bei Vernissagen zu Gast, hätte mir aber nicht träumen lassen, „Meine erste Ausstellung“ weiterlesen

Flughöhe Null im A380

Ein wenig mulmig ist mir schon auf dem Sitz des Flugkapitäns im Simulator eines A380 im „Lufthansa Aviation Training Center“ am Frankfurter Flughafen. Ich finde es ja eigentlich ein wenig vermessen, als Laie das dickste Schiff der zivilen Passagierluftfahrt in die Luft zu bringen und eventuell auch wieder zu landen. Und der Satz des Fluglehrers, „bitte seien Sie vorsichtig mit dem Simulator, vom A380 haben wir nur einen“, „Flughöhe Null im A380“ weiterlesen

Schon vorbei 😢

Viereinhalb Wochen sind wie im Flug vorbeigegangen, heute war der letzte Tag in Vancouver, vom Reisetag einmal abgesehen. Das Wetter hat es noch einmal gut gemeint und mir einen schönen Tag mit vielen Fotomotiven beschert.

Die „Coral Princess“ passt gerade noch unter der Lionsgate Bridge durch, sie gehört zu den größten Schiffen, die Downtown Vancouver anlegen. Und diese Schiffe „Schon vorbei 😢“ weiterlesen

Eine Seefahrt, die ist lustig

Gestern Nachmittag hat die „Golden Princess“ Canada Place, die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe, wieder verlassen. Das kann ich aus meiner Ferienwohnung schön verfolgen. Die Fahrt geht zunächst nach Ketchikan in Alaska, USA. Sie war nur eins von vier Schiffen, die gleichzeitig an Canada Place festgemacht haben. Die „Golden Princess“ ist knapp 300 Meter lang und gehört damit nicht „Eine Seefahrt, die ist lustig“ weiterlesen

Schlüppis….

“Sexbomb”, “What’s new Pussycat”, “You can leave your hat on”, um die Beherrschung der Damenwelt im Queen Elisabeth Theatre ist es geschehen. Jetzt fliegt Unterwäsche auf die Bühne. Und nicht nur die, die artig aus der Handtasche gezogen wurde. Die Ordner wissen sich kaum der ausgelassenen Partylaune, vor allem der ausgeprägt rundlich-weiblichen Gäste zu erwehren. Und Tom Jones übersteht das alles lässig, mit einem Tigerlächeln im Gesicht.

Knapp 78 Jahre ist er alt, elegant, im Glanzjacket und unterhält das Theater gut gelaunt mit seinen großen Hits und großen Covernummern. Rockig, bluesig, ein bisschen Gospel, ein bisschen Country&Western, sehr rhythmisch alles, zwei Stunden lang 23 Titel, alles was man will. “Delilah”, “Green, Green Grass of Home”, auch eine sehr schöne Coverversionen von Johnny Cashs “Ring of Fire”. Er singt die Nummer zusammen mit den zwei jungen Kerlen, die auch das Vorprogramm bestritten haben. Zwei Waliser, wie Tom Jones selbst, im letzten Jahr Sieger von “The Voice UK”, bei dem der alte Tiger in der Jury sitzt.

Ein toller Abend geht zu Ende und zum Schluss entdecke ich im Publikum einen Herrn, 70+, weisses Haar, im formvollendeten Kilt mit Frackjacke dazu. So kann man auch zum Empfang bei der Queen gehen. Wobei ja heute Abend auch Sir Tom Jones der Gastgeber war.

 

Bus, U-Bahn, Seabus

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nur in Stuttgart ein Freund des öffentlichen Nahverkehrs bin. Jetzt wohne ich vier Wochen mitten in der Altstadt von Vancouver, freie Parkplätze gibt es praktisch nicht und Parkhäuser kosten “an arm and a leg”. Was soll ich also mit einem Mietwagen? Es gibt ja den öffentlichen Verkehr. Spätestens „Bus, U-Bahn, Seabus“ weiterlesen