Atemlos am Mt. St. Helens

Am heutigen Tag vor 37 Jahren explodierte der Mount St. Helens und seither hat er keine Spitze mehr, sondern sieht aus wie ein hohler Zahn, dem auch noch eine Flanke fehlt. Dass ich gerade am Stichtag hier sein würde, war glatter Zufall. Die Wettertante im Fernsehen hat es mir in er Früh erzählt. Das Ziel habe ich aber ganz bewusst gewählt, weil ich mich an die gigantische Explosion, bzw. an die Berichterstattung 1980, noch gut erinnern kann. Und ich bin dankbar, dass heute schönes Wetter war.  „Atemlos am Mt. St. Helens“ weiterlesen

Rogue

Bei jeder Rundreise interessieren sich Teile meines lesenden Publikums für den Mietwagen. Vorhang auf, heuer hat es Alamo gut mit mir gemeint.


Das ist ein allradgetriebender Nissan Rogue, läuft unter „Midsize SUV“, ich finde ihn aber eher Fullsize. Ein wirklich großes Auto mit viel Platz und sehr guter Ausstattung, Heckkamera, Totwinkelassistent, angemessen motorisiert. Und ich kann mit ihm sprechen, er versteht mich. „Rogue“ weiterlesen

Mt. Rainier

Zugegeben, der Gesichtsausdruck des Reisenden scheint auf eine gewisse Verstimmung hinzudeuten. Aber dann schaut euch mal den Bildhintergrund an. Eigentlich hatte ich hier das grandiose Berpanorama des über 4100 Meter hohen Vulkans Mt. Rainier erwartet. Irgendwie hatte ich mir unter einem Vulkan etwas wärmeres vorgestellt. Dicke Wolken, Schneefall, Regen haben alle Phantasien ganz schnell in die Realität zurückgeholt. Bis auf rd. 1500 Meter konnte ich fahren (übrigens mit meinem Allrad-SUV, doch davon später mehr), dann war Schluss. Na gut, die nächsten Tage sollen schöner werden und es hat im „Ring of Fire“ noch andere hohe Berge/Vulkane. „Mt. Rainier“ weiterlesen

Watt mutt, datt mutt


Vor 31 Jahren, bei meinem ersten USA-Aufenthalt, habe ich Denny’s kennengelernt. Die freundliche Restaurantkette mit den gigantischen Frühstücksangeboten. Und heute haben die USA mich wieder mit Denny’s begrüßt. Ein Frühstück für Holzfäller, aber das wird es in meinem Urlaub höchstens einmal pro Woche geben, ich schwör. Die Bedienung: äußerst freundlich, die Einrichtung: all-American, der Kaffee: Refills, bis der Arzt kommt.

Und jetzt geh ich mal ein paar Bäume hacken…

Pacific Northwest: Angekommen

Der lange Flug wurde um ca. 45 Minuten gekürzt, irgendwas hat uns von hinten geschoben. Und über Grönland war wieder eine spektakuläre Sicht auf endlose Schnee- und Berglandschaften.


Seattle-Tacoma International Airport hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Vom Andocken der Maschine bis zum Beladen des Mietwagens: 45 Minuten incl. Immigration, Customs und Alamo-Shuttlebus ans Ende der Welt, da wo die Mietwagen stehen. Das ist für mich nach den vielen USA-Reisen ein Rekord. Und die freundliche Alamo-Mietarbeiterin hat mir beim Ausfahren mit dem Wagen schon mal zum Geburtstag gratuliert. Dauert zwar noch ein paar Tage, hinterlässt aber einen sehr guten Eindruck. Beim Wetter ist noch Luft nach oben. Jetzt erstmal ordentlich schlafen, das ging natürlich im Flieger wieder nicht.

Jede Menge Schnee

Darf ich vorstellen: Mein Urlaubsziel. Jedenfalls am Anfang der bevorstehenden Reise.

In einer Woche, nach der Landung in Seattle im US-Bundesstaat Washington will ich als erstes den Hausberg im Süden der Großstadt besuchen: Mt. Rainier, mit 4392 Metern der höchste der Vulkane der sog. Kaskadenkette zu denen u.a. Mt. Hood, Mt. St. Helens usw. gehören.

Mir war schon klar, dass da noch Schnee liegen würde. Aber das Foto aus dem Twitter-Account @wsdot_traffic der Straßenbauverwaltung des Staates Washington nimmt mir doch die Illusion, dass ich genau diesen Weg nehmen kann. Der Cayuse-Pass wird erst drei Tage später geöffnet, da werde ich mal eine neue Streckenplanung angehen.

Begegnungen am Sonntag

Zufällige Begegnungen am Sonntagmorgen. Ideale Voraussetzung: leichter Regen, d.h. kaum Menschen draussen, nur ein paar ambitionierte Jogger. Reichlich unterwegs: Vögel in jeder Größe und meistens viel zu schnell, um ordentlich auf einem Foto zu landen.

Die Bachstelze war nicht so nervös, liess mir ein bisschen Zeit für ein paar Schüsse.

Aber auf dem Aldinger Neckarwehr werde ich auf ein Paar Kohlmeisen aufmerksam. Sie sammeln Futter, fliegen aber scheinbar ziellos umher, ohne das Futter abzuliefern. Da bin ich wohl das Problem, das Nest muss in meiner Nähe sein. Also vorsichtiger Rückzug, nicht zu weit, ich will ja noch was mit der Kamera einfangen. Kohlmeisen sind Höhlennister und so eine moderne Meise nistet auch mal in einem Haus aus Stahl. In diesem Fall ist das ein Montagemast für die beleuchteten Hinweiszeichen der Schleuse.

Das Elektrokabel lassen sie hoffentlich in Ruhe, sonst gibt’s Grillmeise. Die kleinen Meisen kann ich weder sehen noch hören, aber offensichtlich sind sie hungrig, das Elternpaar liefert unaufhörlich.

Auf dem Balkon

Samstagnachmittag, entspannt in der Sonne auf dem Balkon. Und vor mir entfaltet sich vielfältiges Geschehen in der Luft. Ein Massenstart von Ballonen auf dem Cannstatter Frühlingsfest schickt 12 Heißluft- und einen Gasballon in die Luft. Da es nicht besonders windig ist, fahren die Ballone nur lokal zwischen Neckar und Rems in der Gegend herum. Ideal für die Beobachtung vom Balkon.

Dazu kommt noch der Flugverkehr des Landeplatzes in Pattonville, jede Menge Abwechslung also für den Flugnarr. „Auf dem Balkon“ weiterlesen

Eisenbahnromantik

Der Verschiebebahnhof Kornwestheim hat es mir angetan. Ist es schon interessant tagsüber den Weg der einzelnen Waggons in das Dickicht der Gleise zu verfolgen, die wahre Romantik bricht nach Sonnenuntergang aus.

Die Beleuchtung des LKW-Containerterminals bildet in der Ferne ein filigranes Zelt aus gelbem Licht. Umgeladen von Schiene auf’s Gleis und umgekehrt wird Tag und Nacht. „Eisenbahnromantik“ weiterlesen

Lange Zunge

Giraffen, auch junge Tiere, haben nicht nur lange Hälse. Die Kleine hier ist ca. 3 Meter groß und hat noch einiges an Wachstum vor sich. Was mir zum ersten Mal auffällt: Giraffen haben auch lange Zungen. Und die leckersten Triebe sind natürlich immer die, die am weitesten entfernt sind. Mit dem langen Hals kann man sich schon weit vorbeugen. Und wenn dann noch die lange Zunge ausgefahren wird, sind auch die jungen Triebe nicht mehr vor dem Appetit der hübschen Tiere sicher.