Shine a light on me

Leuchttürme haben mich auf allen Reisen immer fasziniert. Sie stehen an exponierter Stelle, meistens mit grandioser Aussicht. Mitten im Wetter, im Sturm, oft auch in Gischt und Brandung. Sie stehen meistens schon hundert Jahr oder mehr an ihrem Platz und sind sehr oft noch aktive Navigationsmarken, nicht nur Museum. Hier also meine „persönlichen“ Leuchttürme, inclusive der Wikipedia-Links.

Ein berühmter deutscher Turm steht auf der Ostseeinsel Hiddensee in Mecklenburg-Vorpommern: der Leuchtturm Dornbusch

Leuchtturm Dornbusch, Hiddensee

Etliche 1000 Kilometer weit im Osten …. liegt am Rande des wunderbaren Acadia National Parks in Maine der Leuchtturm Bass Harbor Head .

Bass Harbor Head Light, Maine

Etwas weiter im Süden, immer noch im US-Bundesstaat Maine, liegt Portland Head Light  seit 1791 und damit der älteste Leuchtturm in Maine. Der Turm ist aktiv und wird von der U.S. Coast Guard betrieben. Man kann nur bis zum Sonnenuntergang dort hin, Portland Light Head liegt zusammen mit einem kleinen Museum im Fort Williams Park und der wird am Abend abgeschlossen.

Portland Head Light, Maine

 Auf der anderen Seite des nordamerikanischen Kontinents bewachte Brockton Point Lighthouse bis 2008 die Hafeneinfahrt der kanadischen Metropole Vancouver. Heute dient der verhältnismäßig junge Turm, das Gebäude stammt von 1914, nur noch dekorativen Zwecken. Die Fracht- und Kreuzfahrtschiffe, die Vancouver anlaufen, benötigen sein Licht nicht mehr.

Brockton Point, Vancouver, British Columbia

Immer noch aktiv ist Cape Disappointment Light, etwas weiter im Süden an der Pazifikküste im US-Bundesstaat Washington. Der Turm bewacht die Mündung des Columbia River und Wikipedia erzählt eine hübsche Geschichte vom Bau. Als die Linse für das Licht im Jahr 1852 auf dem fertigen Turm installiert werden sollte, stellte sich heraus, dass sie für die Konstruktion zu groß war. Der Um-bzw. Neubau des Turms für die Linse dauerte dann weitere zwei Jahre. 2017, als ich vor Ort war, schmückte leider ein Gerüst das Gebäude. Dafür tobten unten im Pazifik unüberhörbar Seelöwen herum.

Cape Disappointment, Washington

 

Einmal wenigstens ist es mir gelungen, einen Leuchtturm sozusagen bei der Arbeit zu fotografieren. Heceta Light House ist seit 1894 der stärkste Leuchtturm an der Küste von Oregon, 21 Seemeilen reicht sein Licht hinaus auf den Pazifik, an dem Tag, als ich dort war, wahrscheinlich nicht ganz.

Heceta Head Lighthouse, Oregon

 

Der letzte Leuchtturm auf dieser kleinen Reise leuchtet seit 1856 und wird seit 1982 privat auf ehrenamtlicher Basis betrieben. Battery Point Light am Hafen von Crescent City am nördlichsten Ende von Kalifornien liegt auf einer kleinen Felseninsel, die man nur bei Ebbe betreten kann. Und wenn die Flut kommt, geht das sehr schnell und man sitzt fest.  Im vierwöchigen Rhythmus wird der Turm bewohnt und betrieben von Freiwilligen, als ich dort zu Besuch war, lebte ein älteres Ehepaar aus Florida in dem historischen Gemäuer. 

Battery Point Island, Crescent City, Kalifornien
Battery Point Island, Crescent City, Kalifornien

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