You can check out any time you like, but you can never leave.

 

Ein Abend mit den Eagles, es ist 23.20 Uhr, gerade komme ich in meine Wohnung. Noch schnell ein paar Zeilen zu 150 Minuten geballtem Konzerterlebnis. Kurz: es war ein toller Abend. Ein phantastisches Konzert, die alten Herren lassen ordentlich die Kuh fliegen. Aus dem Repertoire aus 40 Jahren ist alles dabei, was man sich wünschen kann. Der mehrstimmige Gesang der Eagles stimmt immer noch, auch wenn die Herren schon älter geworden sind.

Anrührend: nach dem Tod von Glenn Frey vor zwei Jahren singt und spielt jetzt Deacon Frey, einer seiner Söhne, mit (Bild oben). Und wenn man die Augen schließt, meint man den Vater zu hören. Das Publikum liebt ihn und er ist auch wirklich gut.

Timothy B. Schmit, Bassist und Legende, hat sich seit 1979 nicht mehr die Haare geschnitten. Sieht jedenfalls so aus. Aber er ist nach wie vor großartig, allerdings etwas gehandicapt heute abend. Er humpelt an Krücken, den Fuß in einem Plastikschienenmonstrum gehüllt. Aber Bass kann man auch im Sitzen spielen.

Und dann noch Joe Walsh. Mit der Stimme gehört man eigentlich nicht auf die Bühne. Aber was heisst das schon. Wenn die Gitarre von akustisch auf elektrisch wechselt wird Joe Walsh von der Kette gelassen. Und dann geht der Rock‘n Roll ab, der alte Kauz bringt die Halle zum Beben.

Das Publikum. So ein enthusiastisches Publikum habe ich noch nicht erlebt. Ist vielleicht so in Kanada, damit kenne ich mich noch nicht aus. Jeder bekannte Riff wird mit tosendem Beifall persönlich belohnt, die kurzen Moderationen nahezu hysterisch mit Kreischen begleitet. Für die Band ein Mordssupport, ich benötige Papierkügelchen in den Ohren.

Die Halle: Die Rogers-Arena ist die Heimat der Eishockeymannschaft „Vancouver Canucks“ und fasst 19.000 Menschen. Und sie war voll. Und sie war sehr gut belüftet (Hallo Schleyerhalle, es geht wirklich).

Mein Fazit des Konzertes 1 von 3: Two Thumbs Up. Mal sehen, ob ich morgen wieder hören kann.

Eine Antwort auf „You can check out any time you like, but you can never leave.“

  1. Sehr genial – da bekomme ich sofort Lust auf Musik aus der Konserve „On a dark desert highway, cool wind in my hair….“

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