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99 Grad Fahrenheit. Das sind 37 Grad Celsius. Während ich in der frischen Bergluft des Crater Lake auf 2200 Meter in strahlender Sonne gerade noch einem Sonnenbrand entkommen bin, ist es im Tal, wo ich gerade übernachte, ziemlich warm geworden. Umso besser, dass heute mein Ausflug an den Kratersee geplant war.

Crater Lake, Oregon

Das ist der tiefste See in den USA, 593 Meter wenn die Info-Broschüre des National Park Service stimmt. Ausserdem weist er das klarste Wasser eines Sees weltweit auf. Kein Zufluss schwemmt Sedimente hinein, nur Schmelz- und Regenwasser laufen seit 7700 Jahren in die Schüssel. Der Krater ist nach einem Vulkanausbruch entstanden. Als die Magmakammer sich völlig nach oben entleert hatte, war der Berg darüber zu schwer und brach ein. Dabei entstand diese Caldera. Die hübsche Insel im See kam nach einem späteren Ausbruch hinzu. Archäologische Funde legen die Vermutung nahe, dass damals Ureinwohner Zeuge des Ausbruchs gewesen sind. Ob sie das überlebt haben, daran dürfen wir zweifeln. Für Native Americans ist der See aber einer der wichtigen Kraftorte. Kann ich auch verstehen.

Heute steht am Kraterrand ein ehrwürdiges Hotel und auf der Terrasse können es sich neuzeitliche Besucher gut gehen lassen.

Aussicht

Und auch der Berichterstatter bekommt ein Foto im Austausch für selbigen Gefallen. „Now you know that you were here“, ist die vergnügte Begründung. Und damit wisst ihr es auch.

 

 

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