Atemlos am Mt. St. Helens

Am heutigen Tag vor 37 Jahren explodierte der Mount St. Helens und seither hat er keine Spitze mehr, sondern sieht aus wie ein hohler Zahn, dem auch noch eine Flanke fehlt. Dass ich gerade am Stichtag hier sein würde, war glatter Zufall. Die Wettertante im Fernsehen hat es mir in er Früh erzählt. Das Ziel habe ich aber ganz bewusst gewählt, weil ich mich an die gigantische Explosion, bzw. an die Berichterstattung 1980, noch gut erinnern kann. Und ich bin dankbar, dass heute schönes Wetter war. 

Heute stehe ich vor dem Berg und kann es erneut nicht fassen, was damals passiert ist. Das Ausmaß ist so gigantisch, die Landschaft über viele Quadratkilometer so stark verändert und bis heute liegen die Spuren offen in der Landschaft herum. Die Druckwelle des „Blast“ hat die Bäume im weiten Umkreis umgelegt. So liegen sie zum Teil heute noch und zeigen die Richtung an, aus der die 300 km/h starke Druckwelle kam.

 

Die riesige Menge an pulverisiertem Gestein wurde über mehrere Bundesstaaten verteilt, 15 Minuten nach der Explosion reichte die Aschewolke über dem Berg bis in eine Höhe von 18 Kilometern. Die Landschaft in der Umgebung ist heute rund 50 Meter höher als vor 1980, alles Staub, Lava, Geröll und größere Bergstücke durch die sich das Wasser hindurchfrisst.

Der vulkanische Ring of Fire ist auch heute noch aktiv: Mt. Rainer, Mt. Baker, Mt. Hood usw. können alle ausbrechen. Mt. St. Helens hat erst 2004 wieder Lava ausgespuckt. Daher findet man überall an den Straßen auch Hinweisschilder auf Evakuierungsstrecken.

Wenn es also wieder losgeht, immer an den Standardsatz auf den Aussenspiegeln amerikanischer Autospiegel denken und Gas geben.

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